Anleitung zum Politiker nerven
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... über den Einfluss des Einzelnen auf die Politik
Kaum ein Beruf ist derart unbeliebt, wie der des Politikers. Das hat Gründe. An dieser Stelle möchte ich Ihnen wertvolle Tipps geben, wie Sie sich gegen uns Politiker zur Wehr setzen können.
Es funktioniert nur, wenn Sie den Kontakt suchen. Ich favorisiere das Telefon oder das gute alte Vier-Augen-Gespräch. So erhält man sofort ein Feedback. Das ist wichtig, denn so wissen Sie sofort, ob Ihr Gegenüber Sie auch verstanden hat.
Am einfachsten geht's mit den Politikern aus den Stadt- oder Gemeindeparlamenten. Wir sind schließlich Nachbarn! Auch den Kreistagsabgeordneten kennt man oder kennt jemanden, der ihn kennt. Wenn nicht: Partei anrufen. Die stellen den Kontakt her.
Mein Tipp: Besuchen sie mal eine Stadtverordnetenversammlung im Steinauer Rathaus. Hier sieht man, wie der ein oder andere Politiker tickt. Der Kreistag des Main-Kinzig-Kreises hat eigens eine Besuchertribüne (mit herrlichem Ausblick). Ganz nebenbei können Sie den Besuch nutzen, um mit Ihrem Politiker Kontakt aufzunehmen.
Neben Brief und Fax nimmt die E-Mail einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Sie sollten zusätzlich noch einmal anrufen, um auf die E-Mail hinzuweisen. Durch die vielen Werbe-Mails übersieht man manchmal etwas.
Einen Sonderstatus haben die Sozialen Netzwerke im Internet, z.B. wer-kennt-wen oder Facebook. Auch ich nutze sie teilweise. Noch ist das für mich jedoch nicht der Königsweg.
Mein Tipp: Um den reinen Kontakt herzustellen, sind Facebook, wkw, etc. sehr gut geeignet. Um ein Problem zu lösen, nicht.
Eine weitere Möglichkeit ist die Internetseite abgeordnetenwatch.de. Für den Bundestag läuft sie schon eine ganze Weile, für den Hessischen Landtag wird sie gerade ausprobiert. Ich bin gespannt darauf.
Egal, wie Sie einen Politiker kontaktieren wollen, es gilt immer: Reden Sie so mit ihm, wie Sie es auch umgekehrt von ihm erwarten! Scheuen Sie sich auch nicht, einen Politiker einmal zu loben. Das soll ja auch mal ganz gut tun.
Eine weitere gute Möglichkeit, die ich Ihnen mit auf den Weg geben möchte, ist unsere heimische Presse. Kaum eine Region hat so viele regionale Zeitungen wie der Main-Kinzig-Kreis. Schreiben Sie doch mal einen Leserbrief oder einen offenen Brief.
Mein Tipp: Kontaktdaten mitschicken, damit die Redakteure bei Ihnen unter Umständen noch einmal nachhaken können.
Weitere Möglichkeiten sind Unterschriftenaktionen, Bürgerentscheide oder selbst Politiker werden.
Meine feste Überzeugung ist, dass Politik für die Menschen nur dann funktioniert, wenn Verantwortung übernommen wird. Mitverantwortung heißt Mitmischen.
Nerven Sie uns ruhig und gehen Sie vor allem wählen - denn Sie sind niemals machtlos!




